Saturday, March 31, 2001

seit drei tagen lieg ich jetzt schon mi einer extremen rotznase im bett
leichtes fieber
das gab mir gelegenheit ein bissel was zu lesen

" the stargate conspiracy " von lynn picknett und clive prince.
die ziehen ( zu recht mein ich ) ueber die neuen pseudo egyptologen
her - hier wird ein roter faden gesponnen,
der sich von alisteir crowley ueber die selbsternannten
channeling gurus der zwischenkriegszeit ( edgar cayze ) bis zu den neuen
welt(untergangs)erneuerungsprofeten wie hancock oder temple zieht.
die freimauerer sind selbstverstaendlich auch fest mittendrin.
wie ueblich beschuldigt jeder den anderen, dass er unserioes
und unwissenschaftlich arbeit, das volk verdummt, dunkle
absichten hegt und alles in allem der charlatanerie huldigt.
was sicherlichlich der wahrheit entspricht
" it takes one to know one "
auf jeden fall halt ich ihnen zu gute, dass sie die naerrischen
"alleinseligmachenden " wahrheitsansprueche dieser neuen
gurus kritisch beleuchten .
und so sitz ich halt hier und bin wieder um einen illusion aermer
" sie kommen also doch nicht"
keien massen landungen von ufo´s, kein raumschiff dass sich
hinter dem schweif des kometen hale-bopp verbirgt
um die wenigen glaeubigen,anstaendigen, aufrechten, weissen auserwaehlten aufzunehmen
waehrend sich der bedauernswerte minderwertige rest
der verdammten (unter)menschlichen rasse (neger,
juden,homos,lesben. friseure,sozialdemokraten usw..)
weiter im selbstverschuldeten schlamm
der freien meinungsaeusserung suhlen darf
-

also machts euch keine sorgen leuteln, es war nix.
seids einfach lieb zueinander, machts euch ein bier auf
und ´trinkts es mit genuss




wie ich schon immer sag

ein gelage mit freunden ist besser als die grosse hungersnot

Monday, March 19, 2001

doch es ist immer zu frueh
es ist noch was zu tun
noch etwas dass gesagt werden muss

ich will nicht gehen
oh schoepfer aller welten
schenke mir noch eine stunde
damit ich mein werk vollenden kann
und mein leben vollkommen wird


Friday, March 16, 2001

mehr ueber den tod

man wartet schon um uns in einen abgetrennten teil des gartens zu fuehren
weisst du eigentlich wie bleich und herausfordernd der tod zu einer seltsamen stunde
kommt
unangemeldet
nicht eingeplant
wie ein penetranter ueberfreundlicher gast, den du in dein bett gelassen hast
der tod macht uns alle zu engeln
dort wo einst unsere schultern waren
gibt er uns fluegel
glatt wie rabenschwarze seide

du brauchst kein geld und keine feinen kleider
dieses andere koenigreich scheint bei weitem besser zu sein

inspiriert von Jim Morrison und Albinoni´s Adagio

Thursday, March 15, 2001

der alltag hat uns eingeholt - thailand ist nur eine erinnerung - geblieben sind zwei buecher aus dem themenkreis
buddhismus die ich gerne kommentieren will
" minddevelopment" eine analyse und beschreibung verschiedener gebraeuchlicher meditations technikken
ausgesprochen hilfreich, leicht verstaendlich und hat zuendstoff

"the tibetan book of living and dying" eine auf westliches denken zurechtgelegte nachverzaehlung und interpretation
des "tibetan book of the dead" - ja da gehts wirklich ans eingemachte
wer sich noch nie gedanken gemacht - ueber den gwi gwi, den sensenmann - der sollte es langsam tun
ich zitiere altrocker Eric Burdon " you first see light of day through a gap between your mother´s legs.
and some day, no matter who you are , they are going to dig a hole for you eventually and throw you right back in -
yes - you got to go back to mother earth"
oder in meinen eigenen worten - " vom tag deiner geburt an taumelst unweigerlich dem tod entgegen"
aber nicht traurig sein - es gibt gute nachricht - die alten tibetaner haben da ein bissel was herausgefunden und fuer uns
aufgeschrieben -
pfiat euch bis zum naechstenmal
max

Friday, March 02, 2001

zwei mal hab ich versucht meinen aufenthalt in sukkhothai zu bloggen aber irgendwo war da schwerster virtueller widerstand im cyberspace - alsdern begnueg ich mich damit es so zu beschreiben - reiner buddha-ueber-druebertrip-mit tempelruinen-buddhastatuen-teichen - lotusblueten-ruhe - entspannte leichtigkeit des seins - auf dem leihfahrrad ins nirvana - davon traeumten neil cassidy und jack kerouac als sie unterwegs waren -

mit dem zug gings von ayutayaaaaah im lederfauteuille nach bangkok und dann nach hua hin

" herr lehrer , haben muessen koennen schwimmen die hausierer bei den pfahlbauern ? "

in hua hin haben sie die alten fischereipiers ( auf pfaehlen ins meer gestellt ) zu herbergen und restaurants umgebaut
anspruchslos, sauber, laut ( brandung tag und nacht ) , schwankend, romantisch, billig, freundlich, haben wirs trotzdem
zwei wochen dort ausgehalten - und jeden tag genossen - es war einfach schoen und naechstes jahr fahren wir wieder hin -
oder vielleicht auch nach hawaii

Tuesday, February 20, 2001

Auf dem weg nach Sukkhothai

in Chiang Mai besuchten wir noch 4 der circa 2000 tempel - wats - auf thai heisst das wat - besuchten den nightmarket und bewunderten die oldtimer unseres gastgebers ( zwei adenauer mercedes, zwei bentleys, ein rolls und ein jaguar) - seine alte klagte meiner birgit ihr leid - sie haette naemlich so gerne einen diamanten aber "er" gibt halt sein ganzes geld fuer alte autos aus . dann drei tage spaeter machten wir uns fruehmorgens auf zur busstation, kauften zwei billeten fuer den sukkhothai bus um viertel elf und
der ging auch puenktlich und wir mitten drin - zu zweit auf einer dreierbank ( fuer drei kleine thais) - die musik auf voller lautstaerke - thaihitparade - die aircondition brummte auch zufriedenstellend - so rollten wir suedwaerts zu thailands alter erster hauptstadt - im bus wars ganz gemuetlich bis auf einen anlassigen
ungewaschenen jungen norweger der jeden anlaberte bis er schliesslich eine kleine japanerin fand die zu hoeflich war um ihn abzuweisen - eigenartig wie der unter all den gewaschenen asiaten auffiel - und dann war da natuerlich das obligatorische deutsche ehepaar das sich, wild entschlosssen ihrer dreierreihe bis zum letzten blutstropfen zu verteidigen - nachdem sie jedoch im bus keine sanddburg bauen konnten verschanzten sie sich einfach hinter eine mauer von boesen blickenen und protestierenden stoehnlauten - ansonsten waren da nur liebe leute und wir waren auch nach fuenf stunden am spaeten nachmittag in sukkhothai wo wir im ( dem reisenden wohlwollend gesinnten ) chinnawat hotel unterkunft fanden - eine bruchbude fuer dreihundert baht pro nacht - jedoch mit dusche - gleich daneben ein nettes thailokal wo der pubertaere sohn des hauses und fuenf seiner schulkameraden kichernd ihre englischkenntnis an uns ausprobierten - wir bekamen reis und gemuese und ein singha bier - die kinder bekamen ihre nachmittagsaufregung - alle waren zufrieden

Saturday, February 17, 2001

Elefanten in Chiang Mai

der elefant von celebes frisst gruenes und scheisst gelebes - die elefanten in chiang mai sind aber ganz lieb - oder wie ich wieder zum kind wurde -

anfang der 90erjahre beschloss die thailandische regierung das abholzen der teak baeume zu verbieten - nachdem man in europa und amerika beschlossen hatte das sogar das brett vor dem kopf aus teak sein muesse war ja nicht mehr viel uebrig vom teakholzbestand in thailands urwald - tatsaechlich war nicht mehr viel vom thailandischen urwald uebrig -
ein wiederauforstungsprogramm wurde beschlossen - fuer die arbeitselefanten thailands hatte dies zweierlei folgen: ein teil der elefanten
wurde einfach arbeitslos - hackenstad - wie man so schoen sagt -
die die weiterarbeiteten - illegal - wurden rauschgiftsuechtig - ja wirklich - von ihren mahmouts - das sind die "herrln" - mit amphetaminen gefuettert damit sie im akkord schneller und mehr stunden arbeiten - kein einfaches los - das elefantenlos
eine der massnahmen um hier zu helfen ist dass man unter anderem in der naehe von chiang mai mehrere fuer touristen offene elefantencamps eingerichtet hat
sogenannte elefantenshows fuer touristen aufgezogen zeigen die faehigkeiten der elefanten - wie sie baumstaemme hin und her schleifen und auf und nieder stapeln - natuerlich kommt dann auch ein zirkuselement dazu wenn diese majestaetischen viecherln zu kasperln werden und alle moeglichen kunststueckerln auffuehren - sie tanzen, musizieren und malen sogar bilder
in anderen camps wird mehr serioes daran gearbeitet amphetaminabhaengige elefanten zu entwoehnen und fuer ein neues leben als freie, wilde elefanten zu rehabilitieren

der uebertrip kam aber als ich mich mit bananen und bambus ausgeruestet zwischen diesen tieren bewegte und sich dann von hinten ein warmer behaarter ruessel auf meinen unterarm legte und mir sanft aber unwiderstehlich ein buendel bananen wegnahm da regressierte ich halt und begann zu quiteschen wie ein fuenfjaehriger - und als das dumme tier mir dann ebenso sanft und bestimmt eine 20 bahtschein aus der hand nahm und statt ihn zu fressen seinem mahmut in die brusttasche stopfte kamen mir fast die traenen

morgen gehts dann nach Sukkhothai - Thailands erster hauptstadt

pfiat euch derweil